Sep
20
2008
Seit Brookings begleitet uns der Nebel. Zudem wird es Richtung Eureka kaelter. Wir passen uns an. Hinter Crescent City, kurz vor Klamath mieten wir uns ein nettes Zimmer im Motel Tree. Es gibt ein schoenes warmes Zimmer mit Bad & nebenan ein Museum. Hier kann man mit einer Seilbahn durch die Mystery of Trees fahren. Gut gewaermt und ausgeruht fahren wir am naechsten Tag nach Arcata, das liegt kurz vor Eureka. Hier checken wir in das “Motel 6″ ein. 17 Meilen hinter Eureka staunen wir nicht schlecht, wir befinden uns auf der “Avenue of the Giants”. Wir sind im Humbolt Reedwood State Park.
Im Building Campground finden wir einen netten Platz zwischen den Riesen. Nebenan gibt es ein Visitor Center, wo man sich Informationen ueber den Wald und die Kuestenbaueme holen kann.
Doch bald sind wir wieder auf der 101 gen San Fransico. Dieser Streckenabschnitt gefaellt uns nicht, es aehnelt einer 4 spurigen Autobahn. Mit dem Rad ist es etwas nervig auf dem Seitenstreifen, bei den schnellen Autos, zu fahren. Trotzdem ist dieser Weg als Pacific Coast Route ausgeschildert.
Wir sind wieder an der Kueste angekommen und befinden uns in Fort Bragg. Wir gedenken in 3 Tagen in San Fransisco zu sein, um ein paar Tage mehr im warmen Sueden zu verbringen.
Fort Bragg, 20.09.2008
Sep
12
2008
Die ” Oregon Coast Bike Route” ist wohl die beliebteste Strecke unter den Radtouristen. Ein abendliches Zusammentreffen im Hiker/Biker
Camp zeigt wieviele verschiedene Fahrradfahrer unterwegs sind. Da gibt es den pensionierten Physiker aus L.A., ein Paerchen mit einem Tandem, einen Mann, der bis nach Mexiko fahren moechte, hier ein Paerchen dort ein Mann usw. Bei einem Lagerfeuer werden die Erlebnisse ausgetauscht z.B. wie ist die Strecke, wie ueberholen die Autos und LKW’s, welche State Parks sind die Schoensten bis hin zu den Abenteuergeschichten. Am naechsten Morgen ist ein reges Treiben im Camp. Schnell werden alle Sachen gepackt und jeder faehrt seine Tagesstrecke. Wir wollen etwas Abstand gewinnen und finden einen schoenen
Capmingplatz direkt am Pazifik. Fuer 20 USD stellen wir unser Zelt in die Duenen. Wir geniessen die letzten Sonnenstrahlen bevor wir es uns am Feuer mit Wellenrauschen, im Hintergrund, gemuetlich machen.
Die Temperaturunterschiede sind schon enorm. In den fruehen Morgenstunden haben wir den feuchten Nebel. Es sind nur 10 Grad, ohne
Muetze und warme Jacke ist an ein Aufstehen aus dem warmen Schlafsack nicht zu denken. Erst gegen halb Eins schafft die Sonne es durch den Nebel zu kommen. Je nach dem steigt die Temperatur auf 15 oder 26 Grad. Bisher haben wir einen konstanten Westwind mit 3-4 Bft, der ein effektiver Rueckenwind ist. Die Strecke verlaeuft seit Newport sehr
Radfahrerfreundlich, d.h. man hat kurze Anstiege und lange Abschnitte die gerade verlaufen, wo man mal richtig schnell voran kommt.
Langlois, 12.09.2008
Sep
08
2008
Nach langer Zeit, endlich ein neuer Bericht. Wir haben in diesen letzten 5 Tagen jede Menge erlebt und sind weit gekommen. Von der
Faehre aus haben wir nochmal einen tollen Blick auf die Skyline von Seattle und dem Mount Rainier. Das Wetter ist sonnig, warm und so radeln wir dahin, das Ziel ist der Schafer State Park. Hier wird intensive Holzwirtschaft
betrieben, unglaublich wie viele Holzlaster uns an diesem Tag ueberholen. Der State Park ist wunderschoen an einem Fluesschen gelegen. Am naechsten Tag wachen wir bei dichtem Nebel auf und es ist empfindlich kalt, die Muetzen und Handschuhe kommen zu ihrem ersten Einsatz. Heute radeln wir zum Bruceport, was am Pazifik liegt. Die Strecke ist viel vom Verkehr gepraegt, wir befinden uns auf der 101 South. Der County Park Bruceport liegt oberhalb des Pazifik, wunderschoen. Am Abend wollten wir uns noch ein Bierchen genehmigen, Martin faehrt nochmal ins naechste Dorf was nur 15 km, mit einigen Huegeln entfernt liegt. Er findet einen kleinen Laden mit jede Menge Bier, aber die gute Frau, gibt nur Bier aus, gegen Passport, den hatte er nun gerade nicht dabei, super, also wieder 15 km zurueck, wie ihr seht haben wie hier nix besseres zu tun. Heute (05.09) geht es ueber den Columbia River, der von einer
6 km langen Bruecke ueberspannt ist, eine schoene Erfahrung, unter uns Wasser, Autos und sonst kein Platz zum anhalten, besonders der letzte Anstieg ist aufregend. In Astoria suchen wir einen Supermarkt, wir sind nicht die
Einzigen, viele taetigen ihren Wochenend-Einkauf. Wenigstens gibt es einen Wi-Fi-Spot fuers iPhone, leider hat man keine Ruhe, wir werden staendig gefragt, wo wir herkommen, wo es hingeht usw., aber bisher sind hier alle sehr nett und hilfsbereit. Ploetzlich haben wir auch schon unsere erste Einladung in der Tasche. Martin unterhielt sich mit jemanden, der war einige male in Deutschland und ist momentan Freiwilliger im State Park, Fort Stevens. So haben wir einen schoenen Abend bei Kris und Dave, beide sind pensionierte Lehrer und kommen aus Arizona. Zum ersten mal besichtigen wir einen grossen Trailer von innen. Es faellt schwer am naechsten Tag aufzustehen. Wir merken wie schwer unsere Beine sind. Von Fort Stevens geht es nach Nehalm Beach. Beim
Osswald State Park haben wir einen herlichen Blick ueber die Nehalm Bay. Wir koennen sehen wie der Nebel von der See ins landesinnere zieht. Die gestrige Nacht verbrachten wir im Cape Lookout State Park. Diesmal wollen wir, zum Sonntag, etwas Feuer machen und Grillen. Auf dem Campingplatz erwarten uns sehr viele Muecken, die uns ohne Ruecksicht beissen.
Unsere Mueckenlotion hilft nicht. Bisher wurden wir von diesen Plagegeistern verschont. Ein gang zum Ozean laesst uns kurz durchatmen. Dann fragt Kathrin die Nachbarn, ob sie uns ihr Mückenspray leihen koennen. Sie lassen es, fuer uns, draussen stehen. Von weiten werden wir schon beobachtet, wie wir Feuer machen. Bald darauf kommt ein Mann und bringt uns kleine Holzstuecke, damit wir ein schoenes grosses Feuer machen koennen. Nachdem essen werden wir angesprochen, ob wir nicht mit Robert und seiner Frau Anita ein Bier in ihrem VW-Bus trinken moechten. Wir nehmen die Einladung dankend an. Viel zu schnell geht der Abend vorbei.
Pacific City, 08.09.2008