Archiv für das Tag 'radfahren'

Jan 03 2008

Silvester-Klappradtour 2007

Autor: . Abgelegt unter Deutschland

Am Sonntag, den 30.12.2007, um 7 Uhr 30 erreichen wir mit dem Zug Elsterwerda. Von hier aus starten wir unsere Tour, über Dresden, entlang dem Elberadweg bis ins Kirnitzschtal in der Sächsischen Schweiz. Nach 7 km und einem Schotterweg haben wir unseren ersten Platten. Schnell wird der Reifen wieder fahrbar gemacht, denn es ist sehr kalt an diesem Morgen. Bis zum Elberadweg führt uns das GPS durch unwegsames Gebiet. Uns macht der Südwind zu schaffen, war doch eigentlich Westwind angesagt! An der Elbe angekommen bietet sich uns ein fantastischer Blick. Nun fahren wir bei herrlichen Sonnenschein immer entlang der Elbe. Hinter Meißen geht unsere Kette vom Tandem auf… doch zum Glück finden wir den Kettenverschluss. Langsam nähern wir uns Dresden. Ohne Probleme navigieren wir uns zum Hostel. Geschafft! Uns erwartet ein mexikanisch eingerichtetes Gästehaus. Am Abend machen wir die Stadt unsicher, erst lecker beim Italiener essen, dann Sightseeing.

Es ist der 31.12.2007, Silvester! Pünktlich um 7 Uhr betreten wir den Speiseraum, wo ein großzügiges Früstücktsbuffet aufgebaut ist… alles was das Radlerherz begehrt… Obst, Müsli, Joguhrt, ja sogar Muffins, Eierkuchen und Pudding. Wir überlegen uns kurz, ob wir unserer Frühstück als Brunch verlängern sollen, doch wir haben einen streng geplanten Tag vor uns! Vom Hostel aus ist es nicht weit zum Elberadweg, so dass wir bald Dresden hinter uns lassen. Vorbei an zahlreichen Wildgänsen, Villen und Sehenswürdigkeiten, nähern wir uns Bad Schandau.

In Bad Schandau treffen wir zufällig Tante und Onkel von Oli. Wir nutzen die Gelegenheit und verstauen unsere Radtaschen in das geräumige Auto. Ohne Gepäck fährt es sich dann doch schneller… Die letzten 12 km bis zur Pension liegen vor uns. Hinter Bad Schandau fängt das Kirnitzschtal an. Die Kirnitzschtalbahn fährt bis zum Lichtenhainer Wasserfall. Ziehmlich schnell erreichen wir die Pension “Felsenmühle”, wo Tante und Onkel, sitzend am Kamin, auf uns gewartet haben.

Nach einem Glühwein wird eine kleine Nachtwanderung durch den Schnee zum Kuhstall gemacht. Der Silvesterabend wird in der Gaststube der Pension gefeiert. “Tantchen” hat Luftschlangen, Tischfeuerwerk und Partyknaller dabei, so dass unserer Tisch, in kürzester Zeit, wie ein richtiger Partytisch aussieht. Mit einem Würfelspiel vertreiben wir uns die Zeit bis Mitternacht. Ohne großen Lärm ( Raketen, Böller etc. ), denn wir befinden uns in der “Kernzone” des Nationalparkes, begrüßen wir das neue Jahr 2008!

Die Nacht war kurz, die Kinder sitzen verschlafen am Frühstückstisch, eine Neujahrswanderung zum Winterberg ist geplant. Direkt von der Felsenmühle führt ein Wanderweg zum Winterberg. Je höher wir kommen desto so mehr Schnee haben wir. Ein Schlitten wäre jetzt toll… oben am Winterberg angekommen, gibt es eine kurze Pause und die ersten Neujahrsgrüße werden per SMS verschickt.

Vom Kipphorn “soll man die schönste Aussicht über das Elbsandsteingebirge haben“! Außer Nebel und Schnee, kann man nur in der Ferne die Elbe erahnen. Der Abstieg steht bevor. Unterwegs kommen uns Wanderer und eine Gruppe, die Boofen geht, entgegen.

Wir kehren in das Gasthaus “Zeughaus” ein. Es ist sehr gemütlich und schön warm, wir trinken einen Tee und stärken uns mit einer Suppe. Vom Zeughaus ist es nicht mehr weit zur Pension. Noch vor der Dunkelheit kommen wir an. Man verabredet sich zum Abendessen, dann geht jeder auf sein Zimmer und entspannt beim Lesen, Schlafen und Musik hören. Der Abend fällt recht kurz aus, die frische Luft macht müde.

Heute ( 02.01.2008 ) reisen Tante und Onkel ab. Da es gestern sehr viel geschneit hat und die Straße sehr glatt ist, übereden wir die Beiden, dass sie uns mit dem Auto bis Königstein mitnehmen, da wir ohne die Räder nicht sehr mobil sind. In Königstein angekommen, machen wir uns auf den Weg zur Festung Königstein. Wir machen einen ausgiebigen Rungang durch die Festung. Im Souvenirladen werden Postkarten und ein Buch über Heilschnäpse und Liköre gekauft. Mit der Bahn fahren wir nach Rathen, wo wir zur Bastei wandern. Vom Kurort setzen wir mit einer Fähre zur anderen Seite der Elbe über. Die Bastei liegt fast 200 m über den Elbwasserspiegel. Von hier oben hat man einen einzigartigen Blick auf den Grossteil der Vorderen Sächsischen Schweiz. Hier befindet sich die bekannte Sandsteinbrücke, die zur Verbindung zwischen der Bastei und der mittelaterlichen Felsenburg Neurathen diente. Hier sieht man die typische Felslandschaft, die man von Postkarten aus der Sächsischen Schweiz kennt. Mittlerweile ist es wieder dunkel geworden und wir machen uns an den Abstieg. Der erste Zug, der kommt, fährt nur bis Königstein, von hier aus fahren wir mit dem Bus nach Bad Schandau. In Bad Schandau wollen wir mit der Kirnitzschtalbahn fahren, doch die fährt im Winter nur bis 16 Uhr. Müde und hungrig entscheiden wir uns 3 km bis zum Forsthaus zu laufen. Es ist Dunkel, kalt und nur selten kommt ein Auto vorbei. In der Ferne sehen wir die Lichter vom Forsthaus. Wir sind wohl die einzigen Gäste im Restaurant die nicht zum dazugehörigen Hotel gehören. Um nicht noch weitere 8 km bis zur Pension “Felsenmühle” zu laufen, bestellen wir uns eine Taxi. Was für ein Tag!

Abreisetag! Pünktlich um 7 Uhr wird gefrühstückt. Die Klappräder werden mit den Reisetaschen bestückt, dann kann es los gehen. Die Straße ist immer noch etwas glatt, so dass wir vorsichtig fahren müssen. Wir fahren nach Sebnitz, uns erwarten einige Anstiege, gar nicht so leicht, wenn man keine Gangschaltung hat und nur durch alleinige Muskelkraft den Berg hoch fährt. So muss man vor 60 Jahren gefahren sein, nur das heute die Straßen besser sind. Hinter Sebnitz steigt es noch mal bis auf 500 m an. Wir schwitzen! Ab hier soll es bis Hoyerswerda rollen.

Der heutige Tag entspricht einer wirklichen Wintertour, hatten wir doch bis ins Kirnitzschtal immer angenehme Temperaturen, so ist es heute bitter kalt. Es sind -6 Grad, gefühlte -10 Grad, wir haben böigen Ostwind. Am Bahnhof angekommen sind wir durchgefroren. In der Bahn werden Socken gewechselt, damit die Füße wieder warm werden, es wird heißer Tee getrunken und die Hände werden an der Tasse gewärmt.

Bis Berlin müssen wir 2 mal Umsteigen, etwas mühsam mit einem Tandem. Tja, man hätte auch bequem von Bad Schandau mit dem Zug fahren können, aber wir wollten etwas sparen, so brauchen wir nur ein Brandenburgticket kaufen, weil Hoyerswerda an Brandenburg grenzt.

Insgesamt sind wir mit den 20 Zoll Klapprädern 215 km und 2500 Höhenmeter gefahren. Wir hatten eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 17 km/ h. Für die Räder haben wir spezielle Taschenhalter gebastelt. Die Sitzposition ist nach 60 km nicht sehr bequem ( jedenfalls hat der Po von Kathrin sehr gelitten ). Die Räder sind alle stabil und haben ohne Probleme die Tour durchgehalten. Dies war eine sehr abwechslungsreiche und amüsante Radtour. Man ist aufgeschlossenen Sachsen begegnet, wir wurden mit unseren Rädern freundlich belächelt und wir hatten eine Menge Spaß.

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Jul 15 2007

Meck-Pomm an einem Sonntag

Autor: . Abgelegt unter Deutschland

Simo, Olli, Alex, Sven und ( Martin & Kathrin ) unterwegs über “Glutstraßen und Höllenwege”!

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Wir haben die 4 von Berlin bis nach Dannenwalde begleitet.

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Jun 16 2007

Sardinien 2007

Autor: . Abgelegt unter Sardinen

Unsere Reise auf Sardinien vom 25.05.2007-16.06.2007

Von Berlin-Schönefeld fliegen wir mit Easyjet nach Olbia. Wer mit Easyjet fliegt muss seine Räder verpacken. Das haben wir ohne Probleme mit einer Luftpolsterfolie gelöst. Flugdauer: mind. 2 Std.
Von Olbia fahren wir 14 km in Richtung Süden zum Campingplatz „Tavolara“. Da der Campingplatz am nächsten von Olbia liegt, ist er ein guter Ausgangspunkt für eine Inselumrundung, vor allem, wenn man Gepäckstücke hat, die man nicht unbedingt beim Fahren dabei haben möchte. In unserem Fall waren es die Seesäcke und die Folie, die wir da lassen können.
Von Porto S. Paolo (Tavolara) aus fahren wir am ersten Tag auf die Insel La Maddalena bei Palau. Durch Olbia findet man ganz schnell rein und wieder raus, wir orientieren uns an der Ausschilderung zur Costa Smeralda Mit der Fähre fahren wir von Palau auf die Insel La Maddalena. Dort befindet sich der Campingplatz „Maddalena“ der leider im Mai noch nicht geöffnet hat.
Tipp: Der Campingplatz „Acapulco“ in Palau ist sehr zu empfehlen.Von hier hat man eine schöne Sicht auf die Insel La Maddalena. Auf dem Weg von Valledoria nach Alghero haben wir richtig schlechtes Wetter, Regen, starke Windböen und es ist kalt, so dass wir uns entscheiden, von Castelsardo aus einen Bus nach Sassari zu nehmen, um von dort aus nach Alghero mit dem Zug weiter zu fahren. Alghero ist ein muss bei einem Sardinien-Urlaub. Der Campinplatz „La Mariposa“ liegt nah am Meer und nicht weit zur Stadt. Auf dem Camp gibt es die Möglichkeit einen Roller für 25 Euro (2007) einen ganzen Tag zu mieten. Es lohnt sich damit Capo Caccia und Stintino zu besichtigen (Rund 120 km).
Von Alghero nach Bosa (55 km) befahren wir eine der schönsten Panoramastraßen Sardiniens. In Bosa war ein Campingplatz eingeplant. Der hatte leider erst ab den 1. Juni geöffnet und wir waren einen Tag zu früh. Wir fahren weiter, bis nach S´Archittu. In dem Cabras – Marsch erblicken wir die ersten Flamingos und andere Zugvögel. Nicht weit entfernt von Torre Grande (11 km) liegt die Ausgrabungsstätte Tharros.
Von Torre Grande nach Oristano sind es nur 7 km, allerdings kommen wir nach Oristano nur über eine Brücke mit viel Verkehr. In Buggerru gibt es nur einen Campingplatz, wo wir uns mit unsrem Zelt hinstellen.
Inselhopping: Vom Hafen Portoscuso geht es auf die Insel S. Pietro. Von hier aus, fahren wir mit der nächsten Fähre nach Sant´Antioco. Zum Campingplatz „La Tonnera“ fahren wir auf einer schmalen asphaltierten ruhigen Straße 10 km in Richtung Cannai. Dieser Platz lädt zu einem romantischen Abend ein. Nach Pula kommen wir an einem großem Militärgelände vorbei. Es kann schon mal vorkommen, dass man von einem Panzer freundlich an gehupt wird.
Bald eröffnet sich uns der Blick über die „Costa del Sud“. Es geht 25 km und max. auf 75 Hm an der Küste entlang. Traumhaft!
Richtung Capitana fahren wir durch die Hauptstadt von Sardinien Cagliari. Der Verkehr ist sehr dicht und auf der Schnellstrasse haben wir nur einen schmalen Standstreifen zum fahren (zum Glück!). 14 km ausserhalb liegt der Campingplatz „Pini e Mare“. Dieser ist auch der einzige Platz in der Nähe der Stadt. Wer einen Ausflug plant kann direkt vor dem Campingplatz mit dem Bus nach Cagliari fahren.
Tipp: Tickets gibt es in allen „Tabbachi“ – Läden, diese sollten vor Fahrtantritt gekauft werden. Denn in den Bussen gibt es keine Tickets! Wir kommen zur Ostküste und haben damit mehr als die Hälfte unserer Strecke hinter uns. Nun wollen wir noch in das Landesinnere. Die Expedition „Landesinnere“ geht am ersten Tag von Muravera nach Nurri, durch das Fulmendosa Tal. Um einen Nachtquartier zu finden fragen wir die Einheimischen u.a. in einer Bar. Leider sehen wir keine Schilder die darauf hinweisen könnten, wo sich ein Bed&Breakfast befindet. Es gibt unterhalb des Ortes einen Bauernhof das Zimmer anbietet.

In den Bergen ist die Landschaft sehr abwechslungsreich. Wir sehen Korkeichen, Wallnuss-, Haselnuss und Eichenbäume, wir fahren auf hochgelegenen Plateaus. Wir lernen die Einheimischen von einer anderen Seite kennen.
Weiter fahren wir über Dèsulo und Aritzo nach Fonni, mit 1000 m über Null gehört es zu den höchstgelegenen Städten Sardiniens.
Der schönste Platz zum Zelten finden wir 12 km hinter Orosei, Richtung Olbia.Der Platz heißt Porto Sosàlinos, er ist sehr hübsch hergerichtet.


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